Der Würger vom Lichtenmoor - Lichtenhorst

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Der Würger vom Lichtenmoor

Geschichte

Im Wappen und verschiedenen Vereinszeichen taucht immer wieder der Wolfskopf auf. Dies hat natürlich einen geschichtlichen Hintergrund.
Als "Würger vom Lichtenmoor" wird ein Wolf bezeichnet, der 1948 rund um das Lichtenmoor also auch in Lichtenhorst sei Unwesen getrieben hat. Es fielen fast jede Nacht in den weiten Heide- und Moorgebieten Schafe, Rinder und Wildtiere der bis dahin unbekannten „Bestie“ zum Opfer.
Die Bevölkerung lebte damals in ständiger Angst und Sorge um ihr Vieh. Man glaubte,dass dort ein Puma oder ein Tiger, evtl. auch ein Vielfraß sein Unwesen trieb. Über 100 Schafe, 65 Rinder und jede Menge Wildtiere sollte die „Bestie“ auf dem Gewissen haben. Da in der Nachkriegszeit das Fleisch knapp war, nimmt man heute an, dass auch viele Schwarzschlachtungen dem Tier angelastet wurden. Durch das Auftreten der „Bestie“ war es nun leicht diese zu vertuschen.
Täglich gingen hunderte von Männern, Bauern, Jäger und Polizei auf die Jagd nach diesem Untier. Am 13. Juni fand, ebenso ergebnislos, die größte Treibjagd statt, die es in Niedersachsen jemals gegeben hat. Beteiligt waren 1500 Treiber und 70 Jäger, darunter auch Angehörige des britischen Militärs.

Eine kleine Sensation sind diese folgende 3 Bilder, die bisher noch nie veröffentlicht worden sind. Die Fotos stammen aus dem Privatbesitz von Heinrich Heine. Vielen Dank dafür. Er hat die Foto's damals gegen die Anordnung der brit. Militärregierung durch die Beine der anwesenden Menschen gemacht.

Am 27. August 1948 erlegte Bauer Hermann Gaatz aus Eilte den „Würger vom Lichtenmoor“, einen Wolfsrüden von beachtlicher Größe. Das Tier soll eine Länge von 1,70 Metern, eine Schulterhöhe von 85 Zentimetern und ein Gewicht von 95 Pfund gehabt haben.
 







65 Rinder und jede Menge Wildtiere sollte die „Bestie“ auf dem Gewissen haben

Der Kopf wurde präpariert und ist heute im Landesmuseum Hannover zu besichtigen


   

Der Landesjagdverband Niedersachsen hat an der Stelle, an dem der "Würger erlegt wurde, ein Gedenkstein aufgestellt.Von Lichtenhorst aus erreicht man die Stätte wenn man in Richtung Rodewald hinter der Alpebrücke links rein fährt. Je nach Witterung sind die Wege mehr oder weniger gut befahrbar. Das letzte Stück ist auf jeden Fall zu Fuß zurück zu legen.
(GPS Koordinaten 52.73275 9.47905)



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